Die Insel Kirkkokari
Laut Überlieferung wurde Bischof Henrik von dem Bauern
Lalli
auf der im Nordteil des Sees liegenden Insel Kirkkokari
erschlagen, die auch als St.-Henrik-Insel (Pyhän Henrikin saari)
bekannt ist. Auf der Insel lag die erste Kirche von Köyliö.
Sie wurde noch bis in die 1420er Jahre genutzt.
An gleicher Stelle wurde im Jahre 1955 ein Gedenkstein
aufgestellt, der an den Einzug des Christentums in Finnland erinnern soll.
Kirkkokari ist heutzutage der einzige
Wallfahrtsort der römisch-katholischen Gläubigen in Nordeuropa.
An dem Sonntag, der dem 18. Juni am nächsten liegt findet auf
der Insel eine katholische Gedenkmesse statt.
Die Kirche von Köyliö
Von Kepola, dem Zentrum von
Köyliö aus führt eine dicht bewachsene, über zwei
Kilometer lange Birkenallee zur Insel Kirkkosaari.
Die inmitten des alten Friedhofs liegende, von einem
alten Kiefernhain umgebene Kirche wurde im Jahre
1752 fertig gestellt. Im Jahre 1890 wurde der
heutige Glockenturm errichtet, der so hoch ist, dass
man ihn überall in der Gemeinde sehen kann. Am Ufer von Kirkkosaari befindet
sich die Pastorentreppe (Papinportaat), die der Seelenhirt hinaufschritt,
wenn er von dem auf der Festlandseite liegenden Pfarrhaus kam.
Kätnermuseum Tuiskula
In dem am Ufer des Köyliöjoki gelegenen Dorf Tuiskula
ist viel von dem alten Gebäudebestand erhalten geblieben.
Das 1934 gegründete Kätnermuseum lädt den Besucher
zu einer Reise in die Vergangenheit der Landwirtschaft ein.
Das erste hierher versetzte Gebäude ist ein Laubenganghaus
aus dem Ortsteil Kankaanpää. Später hinzugekommen sind eine
Soldatenkate, eine Schmiedewerkstatt, ein Holzschuppen und
schließlich die Kätnerei Ojala.

Die Kätnerei ist im ursprünglichen
Stil eingerichtet. Die Sammlungen des Museums umfassen 2.000
inventarisierte Gegenstände, die zu einem Großteil von dem „Vater“
des Museum, Frans Johannes Bärling (1858-1940), einem Schmied aus
Tuiskula, zusammengetragen wurden.
Das Sommertheater Tuiskula führt seit 1974
im Kätnermuseum Tuiskula mit Lokalkolorit gewürzte Schauspiele
auf, die in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts angesiedelt sind.
Ein tragender Gedanke bei der Theaterarbeit ist immer gewesen,
ein möglichst authentisches Zeit- und Sittenbild der Gemeinde
Köyliö und der Region Satakunta zu vermitteln.
Königsquelle
Im Ortsteil Kankaanpää liegt die Königsquelle
(Kuninkaanlähde), die eine Fläche von 1,5 Hektar umfasst.
Am Ufer der Quelle steht ein aus Blockbohlen gebautes
Mühlengebäude aus dem 19. Jahrhundert. Ihren Namen
trägt die Königsquelle seit dem Mittsommer 1775,
als König Gustav III von Schweden und Finnland
in dem Dorf zu Gast war. Kankaanpää war damals
Lagerstatt der Armee, und der König hielt sich
in Köyliö auf, um die Manöver des königlichen
Leibdragonerregiment zu inspizieren.
An Mittsommer 1775 fand am Ufer
der Königsquelle ein Duell statt. Die königlichen
Leibgardisten Grüner ja Stierneld waren, wie man
sich erzählt, wegen einer jungen Dame in Streit
geraten. Grüner zog sich bei dem
Kampf eine tödliche Wunde zu. Der Leichnam des
24-Jährigen wurde in einer Steingruft unter dem
Boden der Kirche von Köyliö begraben.
Sankt-Henrik-Weg
Die alte Straße zwischen Köyliö
und Nousiainen ist schon seit Jahrhunderten als
Sankt-Henrik-Weg (Pyhän Herikin tie) bekannt.
Benannt wurde die Straße nach dem Leichenzug des
Bischofs Henrik. Etwa 140 Kilometer lange
Wanderroute wurde im Sommer 1979 in Gebrauch
genommen.
Der Verlauf der Route ist durch Kunststoffbänder gekennzeichnet.
Am Wegesrand, im Ortsteil Yttilä, befindet
sich eine Museumsschule. Das erste Schulgebäude von Köyliö
wurde im Jahre 1881 fertig gestellt. Heutzutage ist das
Schulgebäude ein Treffpunkt der Dorfbewohner.
In einem ehemaligen Klassenzimmer ist ein Museum eingerichtet.
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Der Arbeit vergangener Generationen |
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Köyliö-Seura Ry (Gemeindeverein) |
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Gemeinde Köyliö |
Freunde
Emil Cedercreutz
(Bronze, Datum unbekannt)
Die Zusammenarbeit und Freundschaft
symbolisierende Skulptur ”Freunde” ist die Büste eines
Mannes, der an ein Pferd lehnt und seine Hand unter dessen Schnauze hält.
Die Skulptur ´Freunde´ von Emil Cedercreutz
steht heutzutage in würdevoller Schlichtheit vor dem Gemeindehaus
von Köyliö im Ortsteil Kepola. Sie soll die Nachwelt an den
Künstler und seine Liebe zu den Pferden und zu den Bewohnern
der Region Satakunta zu erinnern.
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