
Der See Köyliönjärvi nimmt eine Ausnahmestellung
unter den Nationallandschaften Finnlands ein.
Der Märtyrertod des Bischofs Henrik im Jahre 1156
auf dem Eis des Köyliönjärvi stellte das Ende der
vorgeschichtlichen Zeit des Landes dar.
Die in der Mitte des Sees gelegene Insel Kirkkosaari
ist bereits in der Steinzeit ein Ort von besonderer Bedeutung gewesen.
Auf Kirkkosaari war auch Lalli zu Hause, ein einflussreicher Bauer,
der als der Mörder des Bischofs Henrik gilt.
Durch Jahrhunderte lange Bewirtschaftung
mit Ackerbau und Viehhaltung haben sich die Ufer
des Köyliönjärvi zu flachem Acker- und Weideland ausgeformt.
Der See ist lange Zeit der Überdüngung ausgesetzt gewesen,
was zur Folge hatte, dass sich im Nordteil des Gewässers
und am Südufer der Insel Kirkkosaari eine einzigartige
Vogelwelt entwickeln konnte. Ein Teil des Sees gehört zum
staatlichen Förderprogramm für Vogelgewässer.
Das Gebiet des Köyliönjärvi gehört
zu den insgesamt 27 Landschaftskomplexen, die vom
finnischen Umweltministerium im Jahre 1993 zu
Nationallandschaften erklärt wurden.
Diese Landschaften repräsentieren die typischen
Eigenheiten der Natur und Kultur verschiedener
Regionen Finnlands und veranschaulichen die
wichtigsten Arten der Landnutzung in traditionellen
Gewerbezweigen und deren Einfluss auf die Ausformung
des Landschaftsbildes.
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